Im schwedischen Teil Lapplands sind nur etwa 2% der Fläche bebaut und bewohnt durch Strassen, Dörfer oder Felder. Mensch und Natur stehen in einem gesunden Verhältnis.
Die ursprüngliche Bevölkerung, die Samen, hatten nie einen autonomen Staat. Sie waren Jäger und Rentierzüchter und lebten in starken Familienverbänden.
Die „Mächtigen der Welt“ kümmerten sich lange nicht um Lappland. Eine aufgezwungene Christianisierung, die Gier nach Land und die Besteuerung zerstörten die Grundlage der samischen Kultur.
Die Samen nannten ihre Nation „Sapmi“. Erst spät begannen sie sich auf ihre ethnische Zugehörigkeit zu besinnen, auf ihre Tradition, ihre Sprache und ihre handwerklichen Fähigkeiten. Sie gründeten ein grenzüberschreitendes Parlament, und in Jokkmokk eine Schule für samische Lebensweisen.
Zur Information empfehlen wir folgendes Buch: Die Samen - Volk der Sonne und des Windes (ISBN 91-87636-10-7) Das Buch ist im Buchhandel nicht erhältlich, man kann es bei nordlandshop bestellen.
Es lohnt sich auch, folgende Bildausstellung zur samischen Spiritualität zu sehen: www.saivu.com
Lapplands Natur hat zwei starke Beschützerinnen, die Kälte und die Mücken. Ohne sie wäre das Land längst nicht mehr unberührt.
Es ist kalt im Hohen Norden, die Winter sind lang, die Sommer kurz. Im Sommer kann es tagsüber warm werden, die Nächte aber sind kühl. Das Wetter ist wechselhaft.
Die Mücken in den weiten Sumpfgebieten können zur Plage werden. In höheren Lagen und bei Wind stören sie weniger. Doch sie bleiben für naturentwöhnte Mittel-Europäerinnen eine Herausforderung.
Die Schönheit der lappländischen Natur ist nicht vordergründig. Hier gibt es nichts Liebliches. Alles ist rau, es muss der Kälte und dem Wind trotzen. Doch die Weite des Landes und die Intensität der Farben ziehen in ihren Bann, auch wenn ihre Schönheit erst nach dem zweiten Blick zu sehen ist.
Im Sommer geht die Sonne während etwa vier Wochen nicht unter. Dies bewahrt Visionssucherinnen vor der gefürchteten Begegnung mit der Nacht. Die Helle erfordert jedoch eine starke Konzentration und eine Neuorientierung auf den Rhythmus der Zeit. Die Nacht wird nicht dadurch zum Tag, dass es hell bleibt. Energetisch bleibt sie "Nacht", die Blumen, die Vögel schlafen. Die Nacht ist eine Nacht, die man sehen kann.